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Gymnasien, Wachstumskern und Fachhochschule wollen kooperieren

von CLAUDIA BIHLER MAZ-Lokalredaktion

TH Brandenburg
Herr Professor Urban und Herr Glöde nach der Unterzeichnung des Vertrages

Gleich zwei Kooperationsverträge wurden am Pritzwalker Gymnasium gestern geschlossen: Zum einen unterzeichneten Harald Glöde, der Direktor des Pritzwalker Gymnasiums, sowie Kay-Michael Thonack für das Wittstocker Gymnasium einen Vertrag mit der Fachhochschule Brandenburg. Der stellvertretende Präsident der FH, Professor Alexander Urban betonte, dass der Vertrag viel beinhalten kann, aber bewusst offen gehalten werde: "Kooperation macht nur in der Form Sinn, wie sie auch gewollt ist." Die FH will zum einen Angebote in Pritzwalk machen, andererseits rechnet sie aber auch damit, dass mehr Pritzwalker Jugendliche im Anschluss an das Abitur in Brandenburg studieren werden. Harald Glöde kündigte gleich an, im kommenden Jahr mit rund 600 Schülern während der Wissenschaftswoche die FH zu besuchen.

Im Anschluss zückten erneut die Vertreter der beiden Gymnasien aus Pritzwalk und Wittstock die Feder, um eine Vereinbarung mit der Arbeitsgemeinschaft "Wachstumskern Autobahndreieck" zu unterzeichnen, für die Arge-Sprecher Mike Blechschmidt am Tisch saß. In diesem Vertrag geht es in erster Linie darum, dass zum einen die Schüler und Schülerinnen die Angebote von Praktika, Ferienjobs und diversen anderen Aktivitäten nutzen, die die Firmen offerieren.

Zum anderen wollen die Firmen so einen weiteren Stein im Programm der Fachkräftesicherung setzen. Der stellvertretende Bürgermeister Rainer Greve begrüßte die Verträge – zumal die Unternehmen der Region schon längst über Fachkräftemangel klagen. "Geht studieren", sagte er zu den Schülern und Schülerinnen, "aber kommt anschließend wieder, um zu arbeiten, zu leben und zu lieben – um Familien zu gründen."

Mit den Vertragsunterzeichnungen schloss das Gymnasium seine diesjährige Wissenschaftswoche ab.

Quelle:MAZ Lokalausgabe Prignitz vom 02.02.2007